Vom Suchen der eigenen Vergangenheit

Nora Krugs „Heimat“

Cover "Heimat" von Nora Krug
c Nora Krug / Penguin

Es ist ein schwerer, ein wuchtiger Band. Aber schwer und wuchtig sind auch die Fragen, mit denen Nora Krug loszieht auf eine Spurensuche. Fernab der Heimat, ausgewandert in die USA, beginnt sie sich zu fragen, was das eigentlich ist. Heimat. Und vor allem, wie sie als Deutsche sich zur deutschen Vergangenheit verhalten soll. Sie merkt, dass sie – wie so viele von uns – kaum etwas über ihre Vorfahren weiß. „Heimat“ erzählt daher die Geschichte einer akribischen Recherche. Und der großen Frage nach Schuld und Unschuld und wie wir diese weiter tragen.

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Zeitgeschichte im Comic

Love is Love

Cover "Love is Love"
c panini

Im Juni 2016 wurden 49 Menschen in einem Nachtclub für Schwule in Orlando ermordet. Schon am nächsten Tag rief Marc Andreyko in der Community dazu auf, eine gemeinsame Aktion zu starten. Ergebnis ist der vorliegende Comicband “Love is Love”.

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Feministische Fundgrube

„We are Feminists“

Cover "We are Feminists"

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich fand: Es ist mal wieder Zeit für ein feministisches Buch. Und da ich mich vor ein paar Wochen sehr gefreut habe, dass es eine bpb-Ausgabe von „We are Feminists! Eine kurze Geschichte der Frauenrechte“ gibt und gleich zugeschlagen habe, stelle ich das kleine Büchlein hier mal vor.

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Fußball als Hintergrundfolie der deutsch-deutschen Geschichte

Ein Interview mit Philippe Collin

Cover "Das Spiel der Brüder Werner"
c Splitter Verlag

Nach längerer Zeit gibt es endlich mal wieder ein Interview. Philippe Collins zweiter Comicband „Das Spiel der Brüder Werner“ ist gerade frisch erschienen und er hat sich die Zeit genommen, mir ein paar Fragen zu seinem Rechercheweg und seiner Arbeit zu beantworten. Vorab aber einige Worte zum Buch: Der Band setzt mit den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs ein und zeigt zwei auf sich allein gestellte Brüder. Die Waisen Konrad und Andreas landen eher zufällig in Leipzig und geraten dort – aus Not und Erpressbarkeit heraus – in den Rekrutierungsfängen der Stasi.

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Die letzten Zeitzeug*innen

„Um 180 Grad“ von Julia C. Werner erzählt vom Erinnern an den Holocaust

Lennard (Lenny) hat Mist gebaut und wird jetzt diszipliniert: Als Lesepate im Altenheim soll er seine Schulden bei den Eltern abarbeiten und so Respekt lernen. Daran geht ihm so einiges auf den Zeiger. Das Erwischt-Worden-Sein beim Sprühen. Dass seine Kumpels mit weniger davon kommen. Dass er im Altenheim als Held gefeiert wird, obwohl er doch gar nicht frewillig da ist. – Julia C. Werner erzählt in „Um 180 Grad“ von typischen Jugendproblemen zwischen Trotz und Selbstfindung für Menschen ab 13 Jahren. Doch dann geht die Geschichte plötzlich tiefer, denn Lennys Zuhörerin entpuppt sich als ausgesprochen sympathische und lebenskluge Frau, die das KZ überlebte.

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ENDLICH! Ein neues Mäuseabenteuer

„Einstein“ von Torben Kuhlmann

Cover Einstein
c Torben Kuhlmann / NordSüd

Diejenigen, die meinen Text zu den bisherigen Mäuseabenteuern von Torben Kuhlmann kennen (ihr findet ihn hier), werden wenig überrascht sein: Ich habe auf dieses Buch schon ewig hingefiebert. Und bin leicht nervös, als ich „Einstein. Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit“ aufschlage. Schließlich ist es doch so, dass besonders hohe Erwartungen auch besondere Enttäuschungen bereiten können. Aber um die Spannungskurve gleich zu zerstören: Ich bin wie immer begeistert!

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Ungerechtigkeit und Tod konkret erzählt

„Der Traum von Olympia“ von Reinhard Kleist

Cover "Der Traum von Olympia"
c Reinhard Kleist/Carlsen

Zugegeben, „Der Traum von Olympia“ wurde schon aller Orten besprochen. Dennoch hatte ich Reinhard Kleists Nacherzählung des Lebens der Sportlerin Samia Yusuf Omar in Comic-Form bisher nicht gelesen. Es wurde also höchste Zeit und angesichts der aktuellen Entwicklungen in Moria, wurde mir immer klarer, dass ich das Buch unbedingt im Blog besprechen will, auch wenn das Thema – sagen wir mal – sehr zeitgeschichtlich ist.

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Weltgeschichte vom Urknall an und ganz kompakt

„Die Geschichte der Welt (auf 32 Seiten)“

Cover "Die Geschichte der Welt (auf 32 Seiten)"
c Laurence King Verlag

Da haben sich Anna Claybourne und Jan van der Veken nicht gerade wenig vorgenommen: „Die Geschichte der Welt (auf 32 Seiten)“ – der Titel sagt schon, was das Buch will. Und legt tatsächlich beim Urknall los. So entsteht ein extrem dichtes, großformatiges Bilderbuch für Menschen ab 10 Jahren.

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Demokratie feiern – Demokrat*innen feiern

„Das Parlament. 45 Leben für die Demokratie“

Cover "Das Parlament"
c bpb

In Zeiten von Demos, die mit Demokratieliebe wirklich kaum noch etwas zu tun haben, gleichzeitig das Recht der freien Meinungsäußerung jedoch merkwürdig verquer und einseitig nach oben halten, scheinen Bücher wie dieses umso dankens- und lesenswerter. Simon Schwartz hat in „Das Parlament“ 45 biographische Kurzportraits von Menschen versammelt, die sich für die parlamentarische Demokratie in Deutschland eingesetzt haben.

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Treffen sich zwei Geschichtenverliebte

„Tru und Nelle“ von G. Neri

Cover Tru&Nelle
c Freies Geistesleben

Was tun in den ländlichen Südstaaten der 1930er Jahre? Zu schick angezogen und irgendwie fehl am Platze? Für viele hätte es wohl ein wahres Drama werden können, doch Truman Capote, Tru, hat Glück: Eines Tages taucht da ein verschrobenes Mädchen auf, das eher wie ein Junge zu sein scheint: Nelle. G. Neri erzählt in „Tru und Nelle“ die Kindheit und Freundschaft von Truman Capote und Nelle Harper Lee.

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