Wenn Wegdenken nicht mehr hilft

„Ringel, Rangel, Rosen“ von Kirsten Boie

Cover "Ringel Rangel Rosen"
c Oetinger

Ich muss gestehen, dass ich Kirsten Boie immer sehr gerne lese, ihre Geschichten aber eher im Bereich „feel good“ abgespeichert habe. „Ringel, Rangel, Rosen“ zeigt ein ganz anderes Register und das literarische Können der Autorin. Denn hier geht es um die 1960er Jahre und die jugendliche Karin, die einerseits versucht, die Kriegstraumata und die Kriegsschuld der Eltern zu begreifen und gleichzeitig mit den eigenen Dämonen kämpfen muss.

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Ein Klassiker zur deutschen Geschichte

Klaus Kordons „Trilogie der Wendepunkte“

Cover "Die roten Matrosen"
c Gulliver

Ich habe vor einiger Zeit schon die Comic-Adaption von „Der erste Frühling“ besprochen (hier findet ihr den Text), jetzt wollte ich mich aber noch einmal der gesamten „Trilogie der Wendepunkte“ von Klaus Kordon widmen. Los geht es mit „Die roten Matrosen oder ein vergessener Winter“, dann kommt „Mit dem Rücken zur Wand“ und zuletzt eben „Der erste Frühling“. Die Trilogie erzählt letztlich die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in Berlin am Beispiel der Arbeiterfamilie Gebhardt.

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Der Erste Weltkrieg in Belgien

„Alles wird gut, immer“ von Kathleen Vereecken

Cover "Alles wird gut, immer"
c Gerstenberg

Alice ist glücklich. Sie liebt ihre Geschwister, ihre Eltern sowieso. Und gerade hat sie die ganze Welt geschenkt bekommen! Der kleine Globus aus Blech, in dem sich Kostbarkeiten verstecken lassen, wird zum Leitmotiv der Bewältigung in Kathleen Vereeckens Roman für Menschen ab 10 Jahren zum Ersten Weltkrieg: „Alles wird gut, immer“.

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Die Freude am Lernen für das Morgen

Yitskhok Rudashevskis „Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna“

Cover Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna
c metropol Verlag

Es gibt wenige Dinge, die so unmittelbar beeindrucken wie Egodokumente. Gleichzeitig sind manche Augenzeug*innenberichte natürlich mit großer Nachträglichkeit zu Papier gebracht. Yitskhok Rudashevskis “Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna” ist eine Mischung aus beidem – erzählt er das Jahr 1941 noch rückblickend, sind die Einträge für 1942 und 1943 zeitnah aufgeschrieben und berichten vom Schicksal der Jüdinnen und Juden im nationalsozialistisch besetzten Wilna.

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Übersichtsartikel: Nationalsozialismus

Mit leichtem Schrecken habe ich festgestellt, dass sich in einigen Kategorien schon unheimlich viele Texte finden, vor allem natürlich im Bereich Nationalsozialismus. Darum habe ich mir überlegt, dass es gelegentlich mal einen Überblicksartikel bzw. dazu ein Update geben muss. Ich werde hier nicht alle von mir zum Thema rezensierten Bücher aufnehmen, sondern nur die, die ich ganz besonders gut fand.

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Von Gut und Böse und Tod

Els Beertens „Als gäbe es einen Himmel“

Cover "Als gäbe es einen Himmel"
c Fischer Verlage

„Wo man singt, da lass dich nieder…“ Diese einfache Weisheit kennen wir wohl alle. Sie spielt an auf das Verbindende von Musik. Doch was, wenn die gemeinsame Liebe zum Klang nicht mehr genügt? Wenn überhaupt die Liebe nicht mehr reicht? Wenn der Liebste zum Nazi wird und freiwillig für die Besatzer an der Ostfront kämpfen will? Els Beerten erzählt in „Als gäbe es keinen Himmel“ vom besetzten Belgien und der Frage, was Krieg mit Menschen macht.

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Zwischen Mythos und Geschichte

Rosemary Sutcliffs „Die Laternenträger“

Cover "Die Laternenträger"
c Urachhaus

Aquila ist jung, als die römischen Legionen aus Britannien abgerufen werden. Und nicht nur das, er ist zerrissen – erst im letzten Moment entscheidet er sich, zu desertieren und in Britannien, seiner Heimat, zu bleiben, um sie zu verteidigen. Rosemary Sutcliff bewegt sich mit „Die Laternenträger“ zwischen Mythos und Wahrheit und schildert die Neuordnung Britanniens nach dem Rückzug Roms.

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Von der Inhaftierung der Japano-Amerikaner*innen

„They Called Us Enemy” erzählt George Takeis Lebensgeschichte

Cover "They Called Us Enemy"
c cross cult

Dieser Comic füllt Wissenslücken. Und ist verdammt toll gemacht. In der Rahmenhandlung von “They Called Us Enemy” erzählt George Takei auf einem Diskussionsabend rückblickend über sein Leben. Und genau diese Rückblenden lesen wir direkt als Comic mit. Wir erfahren, wie er und seine Geschwister die Inhaftierung der Japano-Amerikaner*innen im Zweiten Weltkrieg in den USA erlebten.

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Jahresrückblick 2020

Das Logo-Buch auf einem Weihnachtsstern sitzend.
c Kira G.

Beim Scrollen durch die Texte habe ich mich gerade ein bisschen erschreckt, wie viele Bücher ich schon wieder fast vergessen hatte (obwohl ein Blick aufs Cover genügt, um sie wieder nach vorne zu holen). Aber da gibt es ein paar, die sind mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben. Interessanterweise fast alle zur deutschen Geschichte und vor allem dem Nationalsozialismus… Hier kommt mein Best-Of für dieses Jahr:

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Woher kommt dieser Mut?

Sharon Camerons “Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete”

Cover "Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete"
c insel

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich habe dieses Buch durchgesuchtet. Und hatte die ganze Zeit einen Klumpen aus Angst und Anspannung im Bauch. Sharon Cameron erzählt in “Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete. Nach einer wahren Geschichte” von Stefania und Helena Podgórska, Max Diamant und zwölf weiteren Jüd*innen, die die nationalsozialistische Besatzung Polens auf dem Dachboden der Podgórskas überleben.

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