An der Grenze des Erträglichen: Dorit Linkes „Jenseits der blauen Grenze“

Cover "Jenseits der blauen Grenze"

Was treibt einen Menschen an, alles zurückzulassen und das eigene Leben zu riskieren für einen Neuanfang? Dorit Linkes Roman „Jenseits der blauen Grenze“ beginnt ohne Vorwarnung mitten im Geschehen und genauso schonungslos wie der Einstieg ist auch der Rest des Romans für Leser*innen ab 14 Jahren. Er nimmt uns mit in das Leben von Jugendlichen in der DDR und auf ihre Flucht vor Unterdrückung und dem Gefühl des Eingesperrt-Seins. Denn wir begleiten Hanna und Andreas auf ihrer Flucht über die Ostsee. Schwimmend wollen die beiden den Westen erreichen und setzen dabei ihr Leben aufs Spiel. Warum sie bereit sind, dieses Risiko einzugehen, erzählt der Roman im zweiten, geschickt im Wechsel eingeflochtenen, Erzählstrang.

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Erfolgsgeschichten sichtbar machen: „Frauenpower made in Europe“ porträtiert herausragende Vorbilder

Cover Frauenpower made in Europe

Als ich letzten Sommer in Helsinki vor dem „Rebel Girls“-Bücherstapel stand und sich darum herum zig Publikationen zu starken Frauen in Finnland reihten, war ich einerseits hoch erfreut, andererseits keimte ein wenig die Frage in mir hoch, ob solche nationalstaatlichen Einschränkungen wirklich Sinn der Sache sind. Wie schön also, wenn nun ein Frauenvorbild-Band den Fokus ganz bewusst weitet. Das machen Petra Bachmann und Inka Vigh in „Frauenpower made in Europe“, das von arsEdition ab 10 Jahren empfohlen wird.

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Neue Perspektive für historische Themen

Filip Kolek (Reprodukt/avant) über Geschichtliches im Comic für Kinder und Jugendliche

Zeichnung Filip Kolek. © Anne Becker
Filip Kolek bei der Arbeit. © Anne Becker

Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog „Nieder mit Hitler!“ von Jochen Voit und Hamed Eshrat vorgestellt (hier geht’s zur Rezension). Das Buch ist im avant-Verlag erschienen und ich wollte gerne wissen, wie bei einem Verlag, der auf Comics spezialisiert ist, generell mit historischen Themen umgegangen wird. Filip Kolek ist seit 2012 für die Öffentlichkeitsarbeit von Reprodukt und avant zuständig und hat mir einen kleinen Einblick in die Verlagsarbeits- und Comic-Welt gewährt.

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Die Mauer als Brücke. Aline Sax legt mit „Grenzgänger“ eine Familiensaga zum geteilten Berlin vor

Coverbild "Grenzgänger" von Aline Sax

Dass die Mauer als Brücke fungiert, stimmt natürlich nur auf Ebene des Plots. Das Bollwerk zwischen Ost- und Westberlin spaltet scharf die Leben der Familie Niemöller, wirkt wie eine offene Wunde in den Biographien der Protagonist*innen und ist der rote Faden, der die Geschichten in „Grenzgänger“ miteinander verknüpft, denn Aline Sax erzählt auf mehreren Zeitebenen für Jugendliche ab 14 Jahren vom Leben im Unrechtssystem der DDR.

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Wer, wenn nicht wir? Der Insel Verlag startet die „Little People, Big Dreams“-Reihe nun auch auf Deutsch

Cover Frida Kahlo aus der Little People Big Dreams-Reihe

Was braucht es, um Großes zu erreichen? Nicht viel, wenn wir der „Little People, Big Dreams“-Reihe glauben wollen. Vor allem braucht es dann nämlich Träume und die Zuversicht, diese erreichen zu können. Tiefer verborgen gibt es aber auch noch eine andere Botschaft: Vorbilder wären natürlich auch nicht schlecht. Und die stellt die Reihe, die der Insel Verlag dankenswerterweise nun ins Deutsche übersetzen lässt, uns Band für Band vor. Zwei der ersten sechs Titel, nämlich den Band zu Frida Kahlo sowie den zu Coco Chanel habe ich mir für diesen Blog genauer angeschaut.

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