„Forschung ist nie zu Ende“

Ein Interview mit Birge Tetzner

Portrait der Autorin Birge Tetzner, c Barbara Schmidt
Birge Tetzer, c Barbara Schmidt

Vor ein paar Wochen habe ich ja sehr begeistert von „Fred bei den Wikingern“ berichtet. Besonders spannend fand ich, dass das Buch zunächst als Hörbuch existierte. Darum bin ich sehr froh, dass Birge Tetzner von ultramar media, die die Geschichten rund um Fred schreibt, bereit war, mit mir über ihre Arbeitsweise zu sprechen.

„Forschung ist nie zu Ende“ weiterlesen

Deutsche Geschichte mit Zeitzeug*innen

„Mein Mauerfall“ erzählt die Nachkriegsgeschichte

Cover - Mein Mauerfall
c arsEdition

Erst der Untertitel „Von der Teilung Deutschlands bis heute“ setzt „Mein Mauerfall“ ins richtige Bild, denn um den geht es wirklich nur am Rande. Stattdessen erzählt Juliane Breinl in diesem Kinderbuch ab 10 Jahren von der Vor- und Nachgeschichte des Mauerfalls und nimmt direkt Bezug auf das 30-jährige Jubiläum. Wie schon bei „Mein Opa, sein Holzbein und der große Krieg“ und „Paul und der Krieg“ setzt arsEdition hier auf Quellennähe. Leider ist die Geschichte aber weniger persönlich umgesetzt und verliert sich so im Spagat zwischen verschiedenen Ebenen.

Deutsche Geschichte mit Zeitzeug*innen weiterlesen

Architektur und Kunst kosmopolitisch –

„Mit dem Bauhaus um die Welt“

Cover "Mit dem Bauhaus um die Welt"
c E. Seemanns Bilderbande

Das Bauhaus-Jubiläumsjahr schlägt sich natürlich auch im Kinder- und Jugendbuchbereich nieder. In der „Entdeckerbuch“-Reihe hat der Seemann-Verlag zusammen mit dem Bauhaus Dessau ein Kinderbuch ab 8 Jahren herausgegeben, das von der weltweiten Verbreitung des Bauhauses erzählt: “Mit dem Bauhaus um die Welt”.

Architektur und Kunst kosmopolitisch – weiterlesen

Der ewige, ätzende Antisemitismus

Mirjam Presslers „Dunkles Gold“ erzählt vom Jüdisch-Sein in Deutschland

Cover "Dunkles Gold"
c Beltz&Gelberg

Eigentlich hasst Laura die Geschichte um den Erfurter Schatz, den ein jüdischer Bankier namens Kalman von Wiehe 1349 in seinem Haus versteckte. Zu begeistert ist ihre Mutter, eine Kunsthistorikerin, von ihrer Arbeit mit dem Schatz, zu sehr will Laura sich von eben dieser Mutter abgrenzen. Aber dann lernt Laura Alexej kennen und auf einmal wird alles anders – auf zwei Ebenen erzählt Mirjam Pressler in „Dunkles Gold“ von jüdischem Leben in Deutschland und gibt damit den Blick frei auf dauerhafte Ausgrenzung genauso wie Nicht-Wissen.

Der ewige, ätzende Antisemitismus weiterlesen

Beste Freunde, perfektes Chaos und der Wert der Freiheit

Matthias Friedrich Mueckes „Niemandsland“

Cover Matthias Friedrich Muecke: Niemandsland
c Kunstanstifter

Dass da ein großes Drama auf uns zukommt, ahnen wir von der ersten Seite von „Niemandsland. Erinnerungen an eine Kindheit“, in der der Erzähler von seinem besten Freund Frank und ihren gemeinsamen Abenteuern im Ostberlin der 1960er und 1970er Jahre erzählt. Trotzdem ist die Lektüre an vielen Stellen erheiternd, überraschend, erfrischend. „Niemandsland“ ist kein Lamento-Roman, keine DDR-Nostalgie. Matthias Friedrich Muecke beschreibt, wie Kindheit in der DDR funktionierte, wie das Anpassen dazu gehörte, wann es scheiterte.

Beste Freunde, perfektes Chaos und der Wert der Freiheit weiterlesen