Neonazis und Auswege

„Drei Steine“ beschreibt die 1980er in Dortmund

Cover "Drei Steine"
c Nils Oskamp / panini

Nils Oskamp hat mit der Graphic Novel „Drei Steine“ ein sehr persönliches autobiographisches Comic-Buch vorgelegt, in dem er über seine eigene Jugend in Dortmund berichtet. An seiner Schule werben Mitschüler neue Mitglieder für rechte Vereinigung an. Altnazis unterrichten völkische Inhalte und der Ich-Erzähler bleibt lange vollkommen allein in seinem Widerspruch und Aufbegehren gegen die braune Ideologie.

Neonazis und Auswege weiterlesen

Ein Lobgesang des Lebensmuts

Roxane van Iperen berichtet über jüdische Frauen im niederländischen Widerstand

Cover "Ein Versteck unter Feinden"
c Hoffmann und Campe

Eigentlich ist „Ein Versteck unter Feinden“ ein Buch für Erwachsene, dennoch ist es eine geradezu perfekte Ergänzung zu „Reden ist Verrat“, das ich vor kurzem hier besprochen habe. Darum will ich es doch zumindest kurz vorstellen. Roxane van Iperen kam auf persönlichen Pfaden zu dieser Geschichte: Sie zog in ein im Wald verborgenes Haus nahe Amsterdam und fand immer mehr Details über dieses „hohe Nest“ (‘t hoge nest) heraus: Dort hatten sich im Zweiten Weltkrieg mehrere Menschen versteckt.

Ein Lobgesang des Lebensmuts weiterlesen

Die Pest als Ende aller Sicherheit

Sally Nicholls‘ „Keiner kommt davon“

Cover "Keiner kommt davon"
c Hanser

Zugegeben, der Untertitel „Eine Geschichte vom Überleben“ nimmt zumindest in Bezug auf unsere Erzählerin Isabel ein wenig die Spannung. Trotzdem ist „Keiner kommt davon“ eines dieser Bücher, die schnellstmöglich durchgesuchtet werden müssen. Sally Nicholls beschreibt in diesem Jugendbuch ab 12 Jahren intensiv und berührend, wie 1349 die Pest das Dorf Ingleforn in England erreicht und Isabels Welt vollkommen aus den Fugen gerät.

Die Pest als Ende aller Sicherheit weiterlesen

Jugend nach dem Krieg

„Der Junge aus dem Trümmerland“ von Sarah Bergmann

Cover Der Junge aus dem Trümmerland
c magellan

Was passiert, wenn Kinder mit Antisemitismus und Rassenwahnsinn aufgezogen werden? Wenn Sie von klein auf einer Ideologie ausgesetzt sind – und diese auf einmal wegbricht? Dass sie natürlich keinesfalls von jetzt auf gleich diese anerzogenen Vorstellungen verlieren, zeigt Sarah Bergmann eindringlich in „Der Junge aus dem Trümmerland“. Das Jugendbuch ab 12 Jahren spielt 1947 in Berlin, wo Paul immer noch darauf hofft, dass sein Vater aus Russland zurückkehrt.

Jugend nach dem Krieg weiterlesen