Aus Tschechien in die BRD

Martin Dolejš erinnert sich in „Im Land der weißen Schokolade“

Cover "Im Land der weißen Schokolade"
c Magellan

Martin ist hin- und hergerissen. Zwischen seinen Kumpels und seinem Schwarm. Zwischen Cool-Sein-Wollen, aber irgendwie nicht-Mutig-Genug-Sein – so weit, so normal jugendlich. Aber in Martins Fall liegt die Sache noch ein bisschen komplizierter. Denn Martin lebt in der Tschechoslowakei im Jahr 1980 und seine Eltern haben ihm soeben verkündet, dass sie fliehen möchten. Martin Dolejš berichtet in „Im Land der weißen Schokolade“ für Menschen ab 11 Jahren autobiografisch über die Flucht in „den Westen“. Der Spannungsbogen dabei ist gigantisch, denn gleich im ersten Kapitel erfahren wir, dass der ursprüngliche Plan an der Grenze komplett schief geht – um dann in eine Rückblende zu geraten, die uns zurück in die Tschechoslowakei bringt.

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Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Iris Lemanczyks “Brennnessel-Haut”

Cover Brennnessel-Haut
c Horlemann

Eins meiner Themen in der mündlichen Masterprüfung war die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und ich weiß noch, dass ich bei der Recherche immer wieder dachte: Warum wusste ich das nicht? Warum haben wir da in der Schule nicht drüber gesprochen? Iris Lemanczyks Jugendbuch “Brennnessel-Haut. Eine wahre Geschichte” liefert einen guten Anlass, das Thema aufzugreifen.

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Vom Ende des Abenteuers: Philip Kerrs “Friedrich, der große Detektiv”

Cover Friedrich, der große Detektiv

Der gesellschaftliche Konflikt, den Friedrich miterlebt, sitzt schon bei ihm zuhause am Küchentisch: Sein Bruder Rolf ist großer Anhänger der Nazis, sein Vater aber ist Journalist und viel in Künstlerkreisen unterwegs, die die Nationalsozialisten ablehnen. Abgesehen von den privaten Spannungen und dem Wissen, dass er manche Gegenden seines geliebten Berlins lieber meiden sollte, wenn er nicht in Straßenschlachten zwischen Kommunisten und Nazis hineingeraten will, hat Friedrich jedoch andere Sorgen: Er will Detektiv werden, genau wie sein Vorbild “Emil” aus Erich Kästners Roman. Und so zieht Philip Kerr uns in “Friedrich, der große Detektiv” nach und nach hinein in das Berlin der Machtergreifung und stellt ganz nebenher die Gewissensfragen: Was hätte Friedrich wissen und vor allen Dingen: Was hätte er tun können?

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