Stalins Großer Terror im Comic

Olga Lawrentjewas „Surwilo“

Cover "Surwilo. Eine russische Familiengeschichte"
c avant Verlag

Die Enkelkinder gehen mit der Großmutter zum Pilzesammeln und die Sprache kommt auf die eigene Familiengeschichte – so gerahmt erzählt Olga Lawrentjewa in „Surwilo. Eine russische Familiengeschichte“ nicht nur die Geschichte ihrer Großmutter, sondern eine Biographie, die exemplarisch für so viele in Russland steht und die Langzeitfolgen des Stalinistischen Regimes sichtbar macht.

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Als Kind im Frohndienst

„Starkes Ding“ von Lika Nüssli

Cover "Starkes Ding"
c Edition Moderne

Starkes Ding“ ist eines dieser Bücher, die in meinem Kopf mit einigen Vorurteilen aufgeräumt haben. Zugegebenermaßen habe ich mich nie besonders intensiv mit der Schweizer Geschichte auseinandergesetzt und ich trage das übliche Klischee des Wohlstandes mit mir herum. Lika Nüssli jedoch erzählt in „Starkes Ding“ die Geschichte ihres Vaters, der als Kind auf einem anderen Hof leben und arbeiten musste, um so zur Ernährung der Familie beizutragen.

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Zeitzeuginbericht zu Schindlers Liste

„Ich überlebte“ von Rena Finder

Cover "Ich überlebte"
c Hanser

Rena Finder ist 11 Jahre alt, als sie zusammen mit ihren Eltern von der deutschen Besatzung gezwungen wird, in das Ghetto von Krakau zu ziehen. In „Ich überlebte. Ein Mädchen auf Schindlers Liste“ erzählt sie – aufgezeichnet von Joshua M. Greene – wie sie den Holocaust dennoch überlebte. Der eingängige Bericht wird vom Verlag für Menschen ab 12 Jahren empfohlen.

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Eine deutsch-französische Beziehung

Inge Barth-Grözingers “Geliebte Berthe”

Cover "Geliebte Berthe"
c Piper Verlag

Ob Erbfeind oder deutsch-französische Freundschaft: Die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland tauchen immer wieder im Geschichtsunterricht auf. Was genau ihr Wandel allerdings jenseits der europäischen Integration auf persönlicher Ebene bedeutet, bleibt dabei gelegentlich schwer zu fassen. In Inge Barth-Grözingers “Geliebte Berthe” wird genau das deutlich für Menschen ab 12.

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Sinnlosigkeit im Krieg

Olaf Fritsches „Wüstenmatrosen“

Cover Wüstenmatrosen
c Dressler

„Wüstenmatrosen“ von Olaf Fritsche ist eines der Bücher, auf die ich durch Monika Rox-Helmers Untersuchung zum Einsatz von Kinder- und Jugendliteratur im Geschichtsunterricht aufmerksam geworden bin. Es ist mittlerweile nur noch antiquarisch erhältlich und erzählt anhand der Odyssee der Besatzung der „Emden“ von der Sinnlosigkeit des Krieges.

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Vom verurteilten Nationalhelden

„Der Fall Alan Turing“ als Comic

Cover "Der Fall Alan Turing"
c bahoe books

Der Untertitel setzt sofort den Ton dieser Graphic Novel: „Der Fall Alan Turing. Die Geschichte und Tragödie eines außergewöhnlichen Genies“. Schon auf den ersten Seiten zeigen und Éric Liberge und Anaud Delalande einen so genialen wie zerrissenen Mann, von Albträumen und Panik geplagt, bevor sie uns in seine Vergangenheit mitnehmen.

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Gebrauchsanweisung aus der Geschichte

Timothy Snyder/Nora Krug: Über Tyrannei

Cover Über Tyrannei
c CH Beck

“Wir sollen aus der Geschichte lernen” ist so eine plumpe Geschichtsdidaktische Weisheit, die wohl Geschichtsdidaktiker*innen wie Schüler*innen gleichermaßen aus den Ohren hängt. Dass es aber manchmal doch irgendwie geschickt funktionieren kann, zeigt Timothy Sniders “Über Tyannei. 20 Lektionen für den Widerstand”, kongenial illustriert aufbereitet von Nora Krug.

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Die Überfahrt nach Amerika als Wendung des Lebens

Avis „Salz im Haar“

Cover "Salz im Haar"
c dtv junior

Zugegeben, keine Neuerscheinung. Vielmehr ein Fund in unserem offenen Bücherschrank, mit zahlreichen Anmerkungen einer offensichtlich sehr fleißigen Schülerin und gerade deshalb gerne gelesen: „Salz im Haar“ von Avi. Das Buch 1992 auf Deutsch erschienene Buch scheint nur noch antiquarisch erhältlich zu sein, aber ich schätze, Menschen ab 12 Jahren dürften durchaus Gefallen daran finden.

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Wenn Wegdenken nicht mehr hilft

„Ringel, Rangel, Rosen“ von Kirsten Boie

Cover "Ringel Rangel Rosen"
c Oetinger

Ich muss gestehen, dass ich Kirsten Boie immer sehr gerne lese, ihre Geschichten aber eher im Bereich „feel good“ abgespeichert habe. „Ringel, Rangel, Rosen“ zeigt ein ganz anderes Register und das literarische Können der Autorin. Denn hier geht es um die 1960er Jahre und die jugendliche Karin, die einerseits versucht, die Kriegstraumata und die Kriegsschuld der Eltern zu begreifen und gleichzeitig mit den eigenen Dämonen kämpfen muss.

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Die Freude am Lernen für das Morgen

Yitskhok Rudashevskis „Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna“

Cover Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna
c metropol Verlag

Es gibt wenige Dinge, die so unmittelbar beeindrucken wie Egodokumente. Gleichzeitig sind manche Augenzeug*innenberichte natürlich mit großer Nachträglichkeit zu Papier gebracht. Yitskhok Rudashevskis “Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna” ist eine Mischung aus beidem – erzählt er das Jahr 1941 noch rückblickend, sind die Einträge für 1942 und 1943 zeitnah aufgeschrieben und berichten vom Schicksal der Jüdinnen und Juden im nationalsozialistisch besetzten Wilna.

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