Eine Welt aus den Fugen

Dorit Linkes „Wir sehen uns im Westen“

Cover "Wir sehen uns im Westen" von Dorit Linke

Das Jubiläumsjahr 2019 sorgt dafür, dass jeder Kinder- und Jugendbuchverlag, der etwas auf sich hält ein „Wendebuch“ bringt (guckt euch dazu auch mal das Interview mit der Geschichtsdidaktikerin Dr. Rox-Helmer an, hier im Blog). Neueste Geschichte für Jugendliche erzählt – „Grenzgänger“ zum Beispiel habe ich hier schon besprochen, andere Projekte aus dieser Zeit folgen noch. Es gibt aber natürlich auch Autor*innen, die sich jenseits von Trends sowieso schon mit dem Thema Ost- und Westdeutschland auseinandersetzen. Eine davon ist Dorit Linke, deren „Jenseits der blauen Grenze“ ich hier schon begeistert besprochen habe. Mit „Wir sehen uns im Westen“ hat sie nun ein kurzes und knappes Juwel zum 9. November 1989 geschaffen.

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An der Grenze des Erträglichen: Dorit Linkes „Jenseits der blauen Grenze“

Cover "Jenseits der blauen Grenze"

Was treibt einen Menschen an, alles zurückzulassen und das eigene Leben zu riskieren für einen Neuanfang? Dorit Linkes Roman „Jenseits der blauen Grenze“ beginnt ohne Vorwarnung mitten im Geschehen und genauso schonungslos wie der Einstieg ist auch der Rest des Romans für Leser*innen ab 14 Jahren. Er nimmt uns mit in das Leben von Jugendlichen in der DDR und auf ihre Flucht vor Unterdrückung und dem Gefühl des Eingesperrt-Seins. Denn wir begleiten Hanna und Andreas auf ihrer Flucht über die Ostsee. Schwimmend wollen die beiden den Westen erreichen und setzen dabei ihr Leben aufs Spiel. Warum sie bereit sind, dieses Risiko einzugehen, erzählt der Roman im zweiten, geschickt im Wechsel eingeflochtenen, Erzählstrang.

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Die Mauer als Brücke. Aline Sax legt mit „Grenzgänger“ eine Familiensaga zum geteilten Berlin vor

Coverbild "Grenzgänger" von Aline Sax

Dass die Mauer als Brücke fungiert, stimmt natürlich nur auf Ebene des Plots. Das Bollwerk zwischen Ost- und Westberlin spaltet scharf die Leben der Familie Niemöller, wirkt wie eine offene Wunde in den Biographien der Protagonist*innen und ist der rote Faden, der die Geschichten in „Grenzgänger“ miteinander verknüpft, denn Aline Sax erzählt auf mehreren Zeitebenen für Jugendliche ab 14 Jahren vom Leben im Unrechtssystem der DDR.

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Zwei Diktaturen, eine Graphic Novel: Nieder mit Hitler! Von Jochen Voit und Hamed Eshrat

Cover "Nieder mit Hitler"

Geschichte spannend und gut aufbereitet zu erzählen, ohne ins Reißerische zu geraten, und zugleich noch ein Vorbild in Sachen Kooperation zwischen Uni und Gedenkstätte sein? Dass das geht zeigen Jochen Voit und Hamed Eshrat mit „Nieder mit Hitler! Oder warum Karl kein Radfahrer sein wollte“. Die Graphic Novel erzählt über Karl Metzners Leben im Nationalsozialismus und der DDR und Möglichkeiten und Folgen des Widerstands gegen totalitäre Regime.

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