Zwischen Abenteuerlust und Gier

Fernando Magellan – einmal um die ganze Welt

Cover "Fernando Magellan"
c Kindermann

Aus der Reihe „Kinder entdecken berühmte Leute“ des Kindermann Verlages habe ich vor einiger Zeit schon den Band zu Leonardo da Vinci vorgestellt. Jetzt geht es wieder um eine Biographie und zwar die Fernando Magellans. „Fernando Magellan – einmal um die ganze Welt“ ist erneut erzählt von Christine Schulz-Reiss und illustriert von Klaus Ensikat. Für Menschen ab 8 Jahren schildern die beiden die Grausamkeiten der europäischen Expansion.

Zwar wird der Begriff des „Entdeckens“ recht unkritisch verwendet und Magellan in seiner Funktion als „Entdecker“ vorgestellt. Gleichwohl wird sehr deutlich, wie das Streben nach Ruhm und Geld die westlichen Seefahrer zu rüdem und arrogantem Umgang mit den Menschen trieb, die sie auf ihren Reisen antrafen.

Der mit 36 Seiten starke Band erzählt chronologisch das Leben Magellans. Die Schwierigkeiten des Segelns und der Seefahrt werden jedoch genauso deutlich wie die Abhängigkeit von absoluten Herrscher*innen und wirtschaftlichen Strukturen. Insofern ist dieser Band, auch Dank Ensikats detailreichen Illustrationen, die oftmals großformatig die ganze Seite füllen, ein reicher Informationsschatz zu Magellans Leben und zum Wissen über die Welt um das Jahr 1519, als er zu seiner Weltumsegelung aufbrach.

Ein wenig schade bleibt, dass es weder Tipps zum Weiterlesen, noch einen Bezug zu heutigen Handelsstrukturen gibt. Dennoch hält der Band viel Stoff zum Nachdenken bereit.

Sprache 5/5
weiterführende Tipps 0/5
Didaktik 4/5

Christine Schulz-Reiss (Text) / Klaus Ensikat (Illustration): Fernando Magellan – einmal um die ganze Welt. Kindermann Verlag Berlin 2020 (Kinder entdecken berühmte Leute). Ab 8 Jahren. ISBN 978-3-934029-79-8, €18.

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