Höfisches Leben im 18. Jahrhundert

„Jeanne Antoinette de Pompadour“

Cover "Jeanne Antoinette de Pompadour"
c Kindermann-Verlag

Was bedeutet es, im 18. Jahrhundert eine Frau zu sein? Was bedeutet Zugehörigkeit zum Adel, wie ist überhaupt die französische Gesellschaft gegliedert? Das erzählt Andrea Weisbrod locker-leicht in ihrer kurzen Geschichte zu „Jeanne Antoinette de Pompadour“ für Menschen ab 6 Jahren.

Andrea Weisbrod, die auch eine Erwachsenenbiographie über Madame de Pompadour geschrieben hat, hat sich entschieden, das Kinderbuch auf eine entscheidende Zeit im Leben ihrer Protagonistin zu konzentrieren und diese für ihre Leser*innen sehr zugespitzt zu erzählen. Da ist nämlich die Gouvernante, die der jungen Jeanne Antoinette sagt, sie könne keine Königin werden, da sie keine Adlige sei. So angestachelt, beschließt Jeanne Antoinette, den König kennenzulernen und seine Freundin zu werden…

Zwischen Märchen und Biographie

So erzählt wird die Geschichte eine von Frauenpower und Traumerfüllung. Ein bisschen schade ist, dass dabei Machtfragen ganz außen vor bleiben. Zum Glück gibt es dann aber einen einordnenden Sachtext am Schluss, der Genaueres über das Leben der Jeanne Antoinette de Pompadour berichtet und deutlich macht, dass es vor allem ihre Eltern waren, die das junge Mädchen auf das Kennenlernen des Königs drillten.

Fazit: Ein locker leichtes Gesellschaftsportrait, das zwar nicht ganz den Spuren der historischen „Wahrheit“ folgt, den Kern jedoch trifft und ein erstes, spielerisches Kennenlernen der französisch-europäischen Adelsgeschichte ermöglicht.

Sprache 5/5
weiterführende Tipps 2/5
Didaktik 3/5
Gestaltung 5/5
Handlung 5/5

Andrea Weisbrod (Text) / Andrea Offermann (Illustration): Jeanne Antoinette de Pompadour. Kindermann 2021. Ab 6 Jahren. ISBN: 978-3-934-02985-9, €18.

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