Übersichtsartikel: Nationalsozialismus

Mit leichtem Schrecken habe ich festgestellt, dass sich in einigen Kategorien schon unheimlich viele Texte finden, vor allem natürlich im Bereich Nationalsozialismus. Darum habe ich mir überlegt, dass es gelegentlich mal einen Überblicksartikel bzw. dazu ein Update geben muss. Ich werde hier nicht alle von mir zum Thema rezensierten Bücher aufnehmen, sondern nur die, die ich ganz besonders gut fand.

Außerdem differenziere ich noch ein bisschen nach Inhalt. Die ausführlichen Rezensionen findet ihr dann nach Anklicken des Titels. Ähnlich werde ich wohl auch zu anderen Kategorien nach und nach vorgehen. Jetzt aber erst einmal zum Thema:

Holocaust

Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete – Sharon Cameron (ab 12)

Sharon Cameron erzählt von zwei Geschwistern, die im besetzten Polen mehrere befreundete Jüdinnen und Juden verstecken und so vor der Ermordung durch die Nationalsozialist*innen retten.

Ein Versteck unter Feinden – Roxane van Iperen (ab 14)

In ein “Versteck unter Feinden” retten die Geschwister zunächst sich selbst, dann aber auch immer mehr Freund*innen, die ebenfalls vom nationalsozialistischen Besatzungsregime in den Niederlanden verfolgt werden.

Das Tagebuch der Anne Frank (Comicversion) (ab 12)

Diese respektvolle und verständniserweiternde Comic-Adaption des Tagebuchs von Anne Frank hat mich vollauf überzeugt.

Egodokumente

Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna – Yitskhok Rudashevski (ab 12)

Der 14-jährige Yitskhok Rudashevski hat ein Tagebuch über sein Leben im Ghetto geschrieben. Er wurde 1943 von den Nazis umgebracht. Seine Notizen sind hier umsichtig und gut einordnend editiert worden und liefern so ein wichtiges Zeugnis von Holocaust und Besatzung.

Lenas Tagebuch – Lena Muchina (ab 12)

Lena Muchina berichtet von der Leningrader Blockade. Hunger und Verzweiflung sowie der komplette Kollaps des Alltags werden hier greifbar.

Alltag in Deutschland

Wo die Freiheit wächst – Frank Maria Reifenberg (ab 14)

In “Wo die Freiheit wächst” erzählt Frank Maria Reifenberg von jugendlichem Alltag im Nationalsozialismus und verschränkt dabei in Briefform kunstvoll die Spannung zwischen Widerstand und Anpassung.

Bis die Sterne zittern – Johannes Herwig (ab 14)

Auch Johannes Herwig erzählt von nicht-angepasster Jugend im Nationalsozialismus und zeigt dabei differenziert die Gründe für Rebellion. Spielort ist Leipzig.

Nationalsozialistische Besatzung

Als gäbe es einen Himmel – Els Beerten (ab 12)

Vom Graben zwischen Widerstand und Kollaboration und von der Durchsetzung des Alltags mit Krieg im besetzten Belgien/Flandern erzählt Els Beertens “Als gäbe es einen Himmel”.

Reden ist Verrat – Wilma Geldof (ab 14)

Nach realem Vorbild erzählt Wilma Geldof von zwei jungen Schwestern, die sich dem niederländischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus anschließen.

Über die Grenze – Maja Lunde (ab 9)

Die Eltern festgenommen, die versteckten jüdischen Kinder aber noch im Haus. Was tun? Hier wachsen vier norwegische Kinder über sich hinaus und schaffen es, nach Schweden zu fliehen.

Anna und der Schwalbenmann – Gavriel Savit (ab 14)

Eine andere Art der Flucht, das Untertauchen mit dem mysteriösen Schwalbenmann, das Näherrücken von Gewalt und Gefahr, beschreibt Gavriel Savit in “Anna und der Schwalbenmann” für das besetzte Polen.

Erinnerungskultur

Heimat – Nora Krug (ab 14)

Von der akribischen Suche nach der eigenen Familiengeschichte und der Frage nach Schuld und Verantwortung berichtet Nora Krug in einem spannenden Materialmix aus Comic, Collage und Erzähltext in “Heimat”.

Um 180 Grad – Julia C. Werner (ab 13)

Was es bedeutet, eine Überlebende des Holocaust persönlich zu treffen und nach und nach ihre Geschichte zu erfahren, erzählt Julia Werner sensibel in “Um 180 Grad”.

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