Der Erste Weltkrieg als Ende des Bürgertums: Herbert Günthers „Zeit der großen Worte“

Cover "Zeit der großen Worte" von Herbert Günther

Ein wenig braucht es, bis „Zeit der großen Worte“ einen packt. Zu sperrig die Kriegsbegeisterung im Kopf, zu salbadernd die Worte, bis klar wird: Paul teilt die Ansichten nicht, doch so richtig weiß er noch nicht, wie damit umzugehen ist, wie er den Sprachungetümen der Propaganda eine eigene Stimme entgegensetzen soll. Wie der Kriegsbegeisterung des Bruders begegnen, wie der Heldensehnsucht des Vaters, die sich beide direkt als Freiwillige melden, um im Ersten Weltkrieg zu dienen? Herbert Günther gelingt es, Pauls Erwachsenwerden in Zeiten des Krieges, die Propaganda der (Vor-)Kriegszeit, Alltag und große Politik miteinander zu verschmelzen. Und ihm nach und nach eine eigene Stimme zu schenken. Der Erste Weltkrieg wird zum Epochenumbruch – in Pauls Leben genauso wie in der europäischen Geschichte.

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Gary Northfield: Julius Zebra. Ärger mit den Ägyptern

Cover Julius Zebra bei den ÄgypternZugegeben, wer fundiertes Detailwissen über das alte Ägypten sucht, der ist bei Julius Zebra an der falschen Adresse. Hier stehen Witz und Abenteuer ganz eindeutig im Vordergrund und die schock-kugelrunden Riesenaugen des Zebras auf dem Cover sind Programm für den Rest des Buches. Da Northfield selbst für die Illustrationen sorgt, kann er Bild- und Textelemente fließend verbinden, der Erzähltext geht nahtlos in kleine Comicelemente über, bei komplexeren Zeichnungen füllen die auch schon einmal eine Doppelseite, meistens bleibt es aber bei einer Sprechblase.

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