Das Überleben als Abenteuer

Suzanne Maudets “Dem Tod davongelaufen”

1945/1946 verfasst ist dieser autobiographische Bericht – nicht ganz ein Tagebuch also, aber noch relativ nah dran an den Geschehnissen und sehr unmittelbar in der Erzählhaltung. Susanne Maudet erzählt in “Dem Tod davongelaufen” von acht Mitgefangenen und sich selbst. Die neun haben sich im Frauenaußenlager Leipzig-Schönefeld des KZ Buchenwald bei der Zwangsarbeit für den Rüstungskonzern HASAG kennengelernt. Als die Frauen auf einen Todesmarsch geschickt werden, entschließen sie sich im April 1945 zu fliehen.

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Autobiographisches Erzählen

Eva Erben schreibt über ihr Überleben der Judenverfolgung

Cover "Mich hat man vergessen"
c Gulliver / Beltz&Gelberg

Mich hat man vergessen“ ist ein dünnes Bändchen aus der Gulliver-Reihe. Das liegt daran, dass Eva Erben zunächst gar kein Buch schreiben wollte, sondern einen Vortrag für die Klasse ihres Sohnes vorbereitet hat. Sie wollte den Jugendlichen erzählen, wie sie die Judenverfolgung der Nationalsozialisten überlebt hat. Im Jugendbuch ab 12 Jahren erzählt sie ihre Geschichte noch ein wenig weiter. Überleben wird hier zum Weiterleben, trotz allem und allem zum Trotz.

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Ein Baum als Mittler. Gottesfelds und McCartys „Anne Frank und der Baum“

Cover Anne Frank und der Baum

Bäume können faszinierende Gefährten sein, machen wir uns einmal bewusst, wie lange sie uns überdauern und was sie in ihrem Leben alles beobachten. Um genau diese Beobachtungen geht es im Kinderbuch „Anne Frank und der Baum“. Über die Geschichte des Baumes erzählen Jeff Gottesfeld und Peter McCarthy zugleich die Geschichte Anne Franks und ihrer Familie und machen ihr Schicksal schon für jüngere Kinder zugänglich, empfiehlt der Verlag das Kinderbuch doch schon ab 6 Jahren.

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Zwischen Fiktion und Erinnerung – Judith Kerr: Ein Seehund für Herrn Albert

Cover ein Seehund für Herrn Albert

Zugegeben, „Ein Seehund für Herrn Albert“ passt irgendwie nur so halb in diesen Blog. Da ist natürlich einerseits die Autorin, Judith Kerr, deren „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“-Bücher wohl zu den meistgelesenen Texten gehören, die Kindern zu dieser Thematik angeboten werden. Damit hat „Ein Seehund für Herrn Albert“ aber fast gar nichts zu tun. Diese Geschichte ab 6 Jahren ist vielmehr eine Einladung, darüber nachzudenken, wie wir eigentlich mit Erinnerungen umgehen.

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