Die Mischung macht’s: „Erik der Wikingerjunge“ zwischen Fiktion und Sachbuch

Cover Erik der Wikingerjunge Schwieger und Steimann

„Wikinger“ sind in der popkulturellen Erinnerungslandschaft gefühlt omnipräsent. Kaum ein skandinavischer Ort in Küstennähe, in dem nicht Wikingertouren aller Art gebucht werden können – gerne auch mit behorntem Helm auf dem Kopf. Genau bei solchen Vorstellungen holt uns Autor Frank Schwieger ab und lädt dazu ein, unsere bisherigen Ideen von den Wikingerinnen zu hinterfragen. Mit „Erik der Wikingerjunge“ wählen Schwieger und die Illustratorin Janna Steimann den Weg zwischen Fiktion und Sachbuch und richten sich an Kinder ab 8 Jahren.

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Poesie der Einsamkeit: Gavriel Savits „Anna und der Schwalbenmann“

Cover "Anna und der Schwalbenmann"

Wie einem Kind das Grauen des Nationalsozialismus, überhaupt das Leid von Krieg und Mord, von menschlicher Grausamkeit erklären? Das heutige didaktische Problem überträgt Gavriel Savit in seinem Jugendbuch „Anna und der Schwalbenmann“ in den Text selbst. Wie einem kleinen Mädchen erklären, dass der Vater einfach verschwindet, weil die Nazis ihn als Angehörigen der intellektuellen Elite ermordet haben? Die Antwort, die dieser poetische Roman gibt, ist so bedrückend leicht wie erhaben schwer: Mit Geschichten. Gavriel Savit nimmt uns mit in die Zeit des Zweiten Weltkrieges und zeigt uns fernab der großen Städte und Straßen, inmitten der Einsamkeit der Wälder und Wanderwege umso eindrücklicher, wie existenziell bedrohlich der Mensch dem Menschen werden kann, wie einsam wir alle sind und wie schwer es ist, Mensch zu bleiben, trotz allem.

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“Am Anfang steht die Recherche”. Johannes Herwig im Interview über “Bis die Sterne zittern”

Portrait Johannes Herwig

Ich habe “Bis die Sterne zittern” ja schon sehr begeistert in diesem Blog gesprochen (zur Rezension geht es hier). Umso mehr habe ich mich gefreut, dass der Autor Johannes Herwig bereit war, mir ein Interview zu geben. Speziell wollte ich mehr darüber erfahren, wie er mit dem historischen Stoff umgegangen ist und wie er die Reaktionen seiner Leser*innen erlebt.

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Weihnachtskulturgeschichte: Brigitte Weninger (Text), Julie Wintz-Litty (Illustrationen): „Stille Nacht“. Ein Lied geht um die Welt

Cover Stille Nacht

Es gibt Weihnachtslieder, die sind nur regional bekannt. Oder nur bestimmten Generationen. Und dann wiederum gibt es Weihnachtslieder, die selbst die größten Weihnachtshasser*innen noch kennen. Und dazu gehört „Stille Nacht“ ganz sicher. Legendär sind die Geschichten, in denen in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges dieses Lied in den jeweiligen Muttersprachen gemeinsam gesungen wurde (eine sehr schöne Reportage zum Thema hat de correspondent letztes Jahr veröffentlicht). Der eigentlichen Herkunft des Liedes aber geht Brigitte Weninger in „Stille Nacht. Ein Lied geht um die Welt“, das in diesem Jahr bei NordSüd erschienen ist, nach.

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