Mir ging es darum, sie zu kennen

Wilma Geldof über ihre Recherche zu „Reden ist Verrat“, Wahrheit und historische Jugendliteratur

Portrait Wilma Geldof
Wilma Geldof

Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog Wilma Geldofs „Reden ist Verrat“ besprochen. Das Buch setzt sich mit Freddie Oversteegens Geschichte als aktives Mitglied des niederländischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg auseinander. Ich mochte den Roman unglaublich gerne und bin darum sehr dankbar, dass Wilma Geldof mir einige Fragen zu ihrem Rechercheweg beantwortet hat.

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Schrift, Schreiben, LESEN

„Es steht geschrieben“ von Vitali Konstantinov

Cover "Es steht geschrieben"
c Gerstenberg

Für die meisten von uns ist Lesen eine absolute Alltagspraktik. Wie dankbar wir für diesen Automatismus sein können und wie wenig selbstverständlich er ist, merken wir, wenn wir auf Reisen plötzlich vor fremden Buchstaben stehen – oder im Archiv per Sütterlin geschriebene Briefe entziffern müssen. Den Zauber und die Geschichte von Schriften hat Vitali Konstantinov in „Es steht geschrieben“ zusammengetragen und macht uns das Wunder des Schreibens dadurch bewusster.

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Schatzfieber!

„Verborgene Schätze, versunkene Welten“ macht Lust auf die Vergangenheit und Abenteuer

Cover "Verborgene Schätze, versunkene Welten"
c Gerstenberg

Die Autorin Silke Vry hat selbst Archäologie studiert und das ist „Verborgene Schätze, versunkene Welten“ anzumerken. In diesem Buch ab 10 Jahren versammelt sie 21 Kapitel über berühmte Archäologen und ihre Forschungen. Der liebevoll gestaltete Band fasziniert umso mehr, da Martin Haake die spannende, lockerleichte Erzählform Vrys kongenial mit lebendigen Illustrationen versieht. Beides auf einmal macht Lust auf Reisen und Abenteuer.

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Der Preis des Widerstands

Wilma Geldorfs „Reden ist Verrat“

Cover "Reden ist Verrat"
c Gerstenberg

Gegen die Deutschen muss vorgegangen werden, daran gibt es für Freddie keinen Zweifel. Als sie und ihre Schwester Truus gefragt werden, ob sie Teil einer niederländischen Widerstandsgruppe werden wollen, sagen sie daher zu. Doch wie weit dürfen wir für dich richtige Sache gehen? Mit dieser Frage setzt sich Wilma Geldorf in „Reden ist Verrat“ auseinander. Das Jugendbuch ist ab 14 Jahren empfohlen, aus meiner Sicht ist es aber ein absoluter All-Ager!

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Die Mischung macht’s: „Erik der Wikingerjunge“ zwischen Fiktion und Sachbuch

Cover Erik der Wikingerjunge Schwieger und Steimann

„Wikinger“ sind in der popkulturellen Erinnerungslandschaft gefühlt omnipräsent. Kaum ein skandinavischer Ort in Küstennähe, in dem nicht Wikingertouren aller Art gebucht werden können – gerne auch mit behorntem Helm auf dem Kopf. Genau bei solchen Vorstellungen holt uns Autor Frank Schwieger ab und lädt dazu ein, unsere bisherigen Ideen von den Wikingerinnen zu hinterfragen. Mit „Erik der Wikingerjunge“ wählen Schwieger und die Illustratorin Janna Steimann den Weg zwischen Fiktion und Sachbuch und richten sich an Kinder ab 8 Jahren.

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“Am Anfang steht die Recherche”. Johannes Herwig im Interview über “Bis die Sterne zittern”

Portrait Johannes Herwig

Ich habe “Bis die Sterne zittern” ja schon sehr begeistert in diesem Blog gesprochen (zur Rezension geht es hier). Umso mehr habe ich mich gefreut, dass der Autor Johannes Herwig bereit war, mir ein Interview zu geben. Speziell wollte ich mehr darüber erfahren, wie er mit dem historischen Stoff umgegangen ist und wie er die Reaktionen seiner Leser*innen erlebt.

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Widerstand mal anders – Johannes Herwig: Bis die Sterne zittern

Cover Bis die Sterne zittern

Irgendwann dämpfen wir diese Fragen in uns, haben vielleicht Narrative gefunden, die sie möglicherweise beantworten: Wer bin ich? Wie soll mein Leben aussehen? Zu wem will ich gehören? Aber in der Jugend sind diese Fragen sehr präsent. Johannes Herwig nutzt für seinen Debütroman einen historischen Stoff, um sich ihnen zu nähern: In „Bis die Sterne zittern“ portraitiert er die Leipziger Meuten, Jugendgruppen, die sich in den 1930er Jahren dem Beitritt in die Hitlerjugend erwehrten. Das Jugendbuch, das vom Verlag ab 14 Jahren empfohlen wird, war 2018 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

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Litwina/Desnitskaya: In einem alten Haus in Moskau. Ein Streifzug durch 100 Jahre russische Geschichte

Angesichts des 100-jährigen Jubiläums der Februar- und Oktoberrevolution hatten 2017 Betrachtungen der sowjetischen und russischen Geschichte vor allem aber der aktuellen russischen Erinnerungskultur auch in Deutschland Hochkonjunktur (einen guten Überblick bietet Osteuropa 6-8/2017). Während dabei oftmals auf aktuelle Ausstellungen und Gedenkstätten, politische Äußerungen und gelegentlich auch Schulbücher im Fokus standen, blieb der Bereich Kinderbuch traurigerweise unterbelichtet. Dabei war in russischen Buchläden in diesem Jahr ein Kinderbuch sehr präsent, stand sogar im Museumsladen des Museums für Zeitgenössische Geschichte in Moskau, das wegen seiner Ausstellung zur Oktoberrevolution in den Fokus zahlreicher erinnerungskultureller Betrachtungen geriet. Litwina/Desnitskaya: In einem alten Haus in Moskau. Ein Streifzug durch 100 Jahre russische Geschichte weiterlesen