Jugend in Totalitarismus und Krieg

„Wo die Freiheit wächst“ erzählt von der Suche nach Freiheit im Nationalsozialismus

Cover Wo die Freiheit wächst
c arsEdition

Ein Briefroman. Und dann auch noch so ein dicker Wälzer. Doch diese Vorurteile zählen hier nichts. Jedes Wort, jeder Satz, jede Seite von „Wo die Freiheit wächst“ (ab 14 Jahren) ist lesenswert. Frank Maria Reifenberg schafft es in diesem Jugendbuch über die Edelweißpiraten, uns die Realität des Zweiten Weltkriegs so nahe zu bringen, dass sie weh tut.

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Ruhrpott ohne Romantik

Ralf Rothmanns „Milch und Kohle“

Cover Milch und Kohle Büchergilde
Büchergilde

Simon ist 15 und viel jünger sollten die, die seine Geschichte lesen, wohl auch nicht sein, denn „Milch und Kohle“ ist kein ausgewiesener Jugendroman. Dennoch habe ich ihn in diese Serien aufgenommen, weil die Büchergilde eine ausgesprochen wunderbar gestaltete Ausgabe des Textes von Ralf Rothmann herausgebracht hat, die durch die ausdrucksvollen Illustrationen von Jörg Hülsmann das Ruhrgebiet der 1960er Jahre greif- und erlebbar macht.

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Zwischen Ideologie und Kriegsrealität: „Paul und der Krieg“ erzählt vom Erwachsenwerden im Zweiten Weltkrieg

Cover "Paul und der Krieg" - Collage aus Fotos von Paul Haentjes

In diesem Blog habe ich schon das unheimlich tolle „Mein Opa, sein Holzbein und der Große Krieg“ von arsEdition vorgestellt. Ganz ähnlich wie Nikolaus Nützel sich mit der Geschichte seines Großvaters auseinandersetzte, schaut Dorothee Haentjes-Holländer in „Paul und der Krieg“ auf die Geschichte ihres Vaters und erzählt, wie Paul Haentjes den Zweiten Weltkrieg er- und überlebte. Das Buch wird von arsEdition ab 12 Jahren empfohlen und stellt einfühlsam und vielschichtig das Erwachsenwerden im Krieg dar. Gleichzeitig ist es eine Familiengeschichte – und bietet damit Chancen genauso wie Probleme.

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Widerstand mal anders – Johannes Herwig: Bis die Sterne zittern

Cover Bis die Sterne zittern

Irgendwann dämpfen wir diese Fragen in uns, haben vielleicht Narrative gefunden, die sie möglicherweise beantworten: Wer bin ich? Wie soll mein Leben aussehen? Zu wem will ich gehören? Aber in der Jugend sind diese Fragen sehr präsent. Johannes Herwig nutzt für seinen Debütroman einen historischen Stoff, um sich ihnen zu nähern: In „Bis die Sterne zittern“ portraitiert er die Leipziger Meuten, Jugendgruppen, die sich in den 1930er Jahren dem Beitritt in die Hitlerjugend erwehrten. Das Jugendbuch, das vom Verlag ab 14 Jahren empfohlen wird, war 2018 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

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