Mir ging es darum, sie zu kennen

Wilma Geldof über ihre Recherche zu „Reden ist Verrat“, Wahrheit und historische Jugendliteratur

Portrait Wilma Geldof
Wilma Geldof

Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog Wilma Geldofs „Reden ist Verrat“ besprochen. Das Buch setzt sich mit Freddie Oversteegens Geschichte als aktives Mitglied des niederländischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg auseinander. Ich mochte den Roman unglaublich gerne und bin darum sehr dankbar, dass Wilma Geldof mir einige Fragen zu ihrem Rechercheweg beantwortet hat.

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Vom Suchen der eigenen Vergangenheit

Nora Krugs „Heimat“

Cover "Heimat" von Nora Krug
c Nora Krug / Penguin

Es ist ein schwerer, ein wuchtiger Band. Aber schwer und wuchtig sind auch die Fragen, mit denen Nora Krug loszieht auf eine Spurensuche. Fernab der Heimat, ausgewandert in die USA, beginnt sie sich zu fragen, was das eigentlich ist. Heimat. Und vor allem, wie sie als Deutsche sich zur deutschen Vergangenheit verhalten soll. Sie merkt, dass sie – wie so viele von uns – kaum etwas über ihre Vorfahren weiß. „Heimat“ erzählt daher die Geschichte einer akribischen Recherche. Und der großen Frage nach Schuld und Unschuld und wie wir diese weiter tragen.

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So eine Bruderschaft der Vagabunden fehlt heute

Bea Davies im Interview über ihr Projekt „Der König der Vagabunden“ und das Zeichnen historischer Comics

Portrait Beatrice Davies
Bea Davies

Hier im Blog habe ich schon einige Autor*innen gesprochen und sie danach gefragt, wie sie mit dem Unterschied von Fakt und Fiktion umgehen. Beim Thema Comic und Zeichnen stellt sich diese Frage natürlich noch einmal auf eine ganz andere Weise. Darum habe ich mich riesig gefreut, dass Bea Davies bereit war, mir ein Interview zu ihrem aktuellen Projekt „Der König der Vagabunden“ zu geben. Das Comic erzählt die Lebensgeschichte von Gregor Gog, der die „Bruderschaft der Vagabunden“ gründete und die erste Straßenzeitung der Welt entwickelte.

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„Es ist ein Roman, keine Biographie“

Ein Interview mit Rindert Kromhout über „Brüder für immer“ und „Anders als wir“

Foto von Rindert Kromhout am Verlagsstand von Mixtvision
Rindert Kromhout

Ich habe hier im Blog sehr begeistert die Jugendbücher von Rindert Kromhout zur Bloomsbury Group besprochen (hier geht’s zur Rezension). Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich auf der Buchmesse die Möglichkeit hatte, persönlich mit Rindert zu sprechen. – Es geht wie immer um den Umgang mit Fakt und Fiktion. Als ich am Mixtvision-Stand ankam, war er noch im Gespräch mit der Jugendbuchjury des Jugendliteraturpreises aus Berlin, denn „Anders als wir“ hat es völlig zurecht unter die Nominierten geschafft.

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„Ich denke mir ja nicht ein Raumschiff aus, das irgendwo landet.“

Autorin Dorit Linke im Interview

Gedenktafel Grenzübergang Berlin "Hier waren Deutschland und Europa bis zum 10. November 1989 um 0:32 Uhr geteilt."
c Dorit Linke

Zum Jubiläumsjahr der friedlichen Revolution darf das Thema auch in der Kinder- und Jugendliteratur natürlich nicht fehlen. Zwei Romane zum Thema habe ich hier schon mit besonderer Begeisterung besprochen – „Jenseits der blauen Grenze“ und „Wir sehen uns im Westen“ von Dorit Linke. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie Zeit und Lust hatte, mir ein Interview zu geben. In dem Gespräch geht es wie so oft hier im Blog um die Grenzen von Fiktion und „Realität“, aber auch um das Verhältnis von Jugendlichen heute zur DDR.

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“Am Anfang steht die Recherche”. Johannes Herwig im Interview über “Bis die Sterne zittern”

Portrait Johannes Herwig

Ich habe “Bis die Sterne zittern” ja schon sehr begeistert in diesem Blog gesprochen (zur Rezension geht es hier). Umso mehr habe ich mich gefreut, dass der Autor Johannes Herwig bereit war, mir ein Interview zu geben. Speziell wollte ich mehr darüber erfahren, wie er mit dem historischen Stoff umgegangen ist und wie er die Reaktionen seiner Leser*innen erlebt.

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