Geschichte des Rassismus

„Stamped“ von Jason Reynolds und Ibram X. Kendi

Cover "Stamped"
c dtv

Stamped. Rassismus und Antirassismus in Amerika“ ist ein besonderes Jugendbuch, da es die Adaption eines 600-Seiten Werkes von Ibram X. Kendi für jüngere Leserinnen ist. Die Geschichte des Rassismus hat Jason Reynolds, seines Zeichens bekannter Jugendbuchautor, auf 250 Seiten inklusive Anhängen heruntergebrochen.

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Eine Schwarze Ikone des politischen Kampfs

“Gejagt: Die Flucht der Angela Davis”

Cover "Gejagt. Die Flucht der Angela Davis"
c cross cult

Angela Davis ist eine der Personen, die wir alle kennen sollten, aber viel zu wenige von uns kennen. Fabien Grolleau und Nicolas Pitz haben mit “Gejagt. Die Flucht der Angela Davis” eine Graphic Novel über sie geschaffen, die das hoffentlich ändern wird. Das Comic erzählt das Leben der politischen Ikone nicht vollständig, sondern rückt vor allem ihre Flucht vor den US-amerikanischen Behörden und den Gerichtsprozess gegen sie zu Beginn der 1970er Jahre in den Vordergrund.

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Ein Gangster-Roman vom allerfeinsten

„Die erstaunlichen Abenteuer des Aaron Broom“

Cover "Die erstaunlichen Abenteuer des Aaron Broom"
c Gerstenberg

Ein wenig erinnert „Die erstaunlichen Abenteuer des Aaron Broom“ an Emil und die Detektive oder ähnliche Geschichten, nur amerikanisch ist es natürlich und ein wenig ruppiger geht es zu, denn hier gibt es echte Leichen. Denn der zwölfjährige Aaron Broom muss seinen Vater in St. Louis vor dem Gefängnis retten und deckt dabei maffiöse Strukturen auf.

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Rassensegregation und Lynchjustiz

„Nelle und Tru. Eine Weihnachtsgeschichte“

Cover "Tru & Nelle. Eine Weihnachtsgeschichte"
c Urachhaus

Zugegeben: Ich war etwas skeptisch mit diesem Buch. Zwar habe ich vor einiger Zeit den ersten Band „Tru und Nelle“ besprochen, aber ob sich aus dem harten Stoff der Rassensegregation und Lynchjustiz in den amerikanischen Südstaaten wirklich „Eine Weihnachtsgeschichte“ machen ließe? G. Neri hat es geschafft, und das, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen oder die Dinge zu beschönigen.

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Leben für Andere und die Medizin

Kuwana Haulseys „Der Engel von Harlem“

Cover "Der Engel von Harlem"
c Urachhaus

May Edward Chinn war die erste Schwarze Ärztin New Yorks. Kuwana Hulsey widmet ihr mit „Der Engel von Harlem“ ein Portrait, das aus Sicht der Ärztin selbst berichtet, zunächst verschlungen wie alle Erinnerungen und dann immer klarer und an Fahrt aufnehmend, je deutlicher sie selbst ihr Ziel erkennt.

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Aufständische Frauen

Rebecca Halls „Wake. The Hidden History of Women-Led Slave Revolts”

c Simon&Schuster / Martínez

Es ist ein wenig außer der Reihe, dass ich hier ein englischsprachiges Buch vorstelle, aber als ich auf Rebecca Halls „Wake“ aufmerksam wurde, konnte ich nicht widerstehen – einerseits weil das Thema unfassbar wichtig ist (und randständig mein aktuelles Forschungsprojekt berührt) und andererseits weil ich es spannend finde, wie eine Historikerin ihre Arbeit in ein Comic umsetzen und reflektieren kann.

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Die Menschheit als liebenswertes Kuriosum

„Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?“ von John Green

Cover "Wie hat Ihnen das Anthopozän bis jetzt gefallen?"
c Hanser

Was bedeutet das Dasein der Menschheit für diesen Planeten? Was bedeuten einzelne Erfindungen, Gedanken, Verhaltensweisen? Das Menschenzeitalter, was ist das eigentlich? John Green blickt in „Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?“ in Essays auf die Menschheitsgeschichte und wer John Green kennt, weiß, dass sich dabei Kurzweil und Tiefsinn aufs Beste ergänzen.

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Geschichte der Sklaverei

Zora Neale Hurstons Oral History “Barracoon”

Cover Barracoon
c Penguin

Zora Neale Hurston war Anthropologin. Ihre Sammlung “Barracoon” erschien erst postum und schildert ihre Begegnungen mit Oluale Kossola, der in den USA Cudjo Lewis gennant wurde. Er war einer der Menschen, die illegal auf dem letzten Sklaventransport über den Atlantik die Vereinigten Staaten von Amerika erreichten.

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Die „erste Graphic Novel“

Will Eisners „Ein Vertrag mit Gott“

Cover "Ein Vertrag mit Gott"
c Carlsen

Im Comicladen um die Ecke wurde mir dieser Sammelband wärmstens ans Herz gelegt – und wer diesen Riesenwälzer aufschlägt, erfährt schnell, warum. Will Eisners „Ein Vertrag mit Gott“ gilt als Begründer des Genres Graphic Novel. Und so haben wir es dieses Mal in zweierlei Hinsicht mit historischem Stoff zu tun – auf der einen Seite ist der Comic selbst ein historisches Dokument, auf der anderen Seite wird das New York der 1920er und 1930er Jahre protraitiert.

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Die Überfahrt nach Amerika als Wendung des Lebens

Avis „Salz im Haar“

Cover "Salz im Haar"
c dtv junior

Zugegeben, keine Neuerscheinung. Vielmehr ein Fund in unserem offenen Bücherschrank, mit zahlreichen Anmerkungen einer offensichtlich sehr fleißigen Schülerin und gerade deshalb gerne gelesen: „Salz im Haar“ von Avi. Das Buch 1992 auf Deutsch erschienene Buch scheint nur noch antiquarisch erhältlich zu sein, aber ich schätze, Menschen ab 12 Jahren dürften durchaus Gefallen daran finden.

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