Wozu Archäologie?

„Wilde Wikinger in Sicht“ ist der dritte Teil der „Dusty Diggers“-Reihe

c Seemann Henschel

Ich habe auch schon die ersten beiden Teile der „Dusty Diggers“-Reihe von Silke Vry und Marie Geissler besprochen. „Wilde Wikinger in Sicht“ bringt alle Erfolgselemente der ersten beiden Bände mit und erklärt Menschen ab 8 Jahren erneut, was Archäologie kann – am konkreten Beispiel der mittelalterlichen Siedlung Haithabu.

Was bedeutet es eigentlich, archäologisch zu arbeiten? Dass hier im Laufe der Geschichte durchaus unterschiedliche Meinungen herrschten, zeigt Vry am Beispiel von Haithabu. Geht es um Schatzsuche und spektakuläre Funde? Oder eher darum, zu erfahren, wie die Menschen wirklich gelebt haben.

Archäologie im Wandel der Zeiten

Wie immer sprachlich locker, kompakt und verständlich erklärt Vry nicht nur, wie sich das Verständnis von Archäologie immer wieder wandelte, im Nationalsozialismus die Forschung zu Haithabu instrumentalisiert wurde, und manches Wissen bis heute Bestand hat, während anderes ausfällt. Es gelingt ihr auch, deutlich zu machen, dass unsere Vorstellung von „Wikingern“ einigen Korrekturbedarf mit sich bringt. Gleichzeitig erfahren wir etwas über das System des mittelalterlichen Handels, die Bedeutung geographischer Lage und Machtspiele.

Fazit: Die Dusty Diggers-Reihe bleibt eine absolute Empfehlung von mir – gut recherchiert, bunt erzählt, leicht verständlich und vor allem mit ganz viel Raum für eigenes Entdecken.

Sprache 5/5
weiterführende Tipps 5/5
Didaktik 5/5
Gestaltung 5/5

Silke Vry (Text) / Marie Geissler (Illustration): Wilde Wikinger in Sicht. Das Geheimnis von Haithabu. Dusty Diggers 3. Bilderbande 2022. Ab 8 Jahren. ISBN: 978-3-86502-466-4, €16,95.

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